Mit hohem Tempo fährt ein heller Mercedes durch die Nacht. Bauunternehmer Breuke und seine Geliebte kehren von einem Wochenend-Ausflug aus Travemünde zurück. Dann plötzlich ein dumpfer Aufprall, ein Radfahrer wirbelt durch die Luft, schlägt auf dem Pflaster auf und bleibt regungslos liegen. Von Entsetzen und Panik getrieben rast Breuke davon und lässt das Opfer hilflos zurück. Doch der nächtliche Vorfall hat ein dramatisches Nachspiel, denn in Sieverstedt, einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein, jagen sich die Gerüchte. Sogar ein Unschuldiger wird verdächtigt, Fahrerflucht begangen zu haben. Doch unter der Hand raunt man sich sogar zu, das es Mord gewesen sein könnte. Und dann wird auch noch ein von Kugeln durchbohrter Mann am Ufer eines kleinen Sees gefunden. Auf Kommissar Finke wartet viel Arbeit ...

Mit "Blechschaden" führte der spätere Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen den Schleswig Holsteiner Kripobeamten Finke ein, der durch das zurückhaltende, fast leise Spiel von Charakterdarsteller Klaus Schwarzkopf zum Publikumsliebling wurde. Ebenso wie Petersens fünf weiteren Finke-Fälle nach einem schlüssigen Drehbuch von Herbert Lichtenfeld entstanden - der berühmteste ist sicher "Tatort - Reifezeugnis" mit der jungen Nastassja Kinski - bietet dieser Fall spannende Unterhaltung mit einem Gastauftritt von Walter Richter alias Kommissar Trimmel, um den im Jahr zuvor der allererste "Tatort - Taxi nach Leipzig" überhaupt entstand. Ebenfalls dabei: der spätere Duisburger Kommissar Schimanski als Architekt.

Foto: NDR/Sachse