Ein Intercity auf dem Weg von Hamburg nach Karlsruhe. Erich Wessel, ein Mann von Mitte 40, lässig-elegant gekleidet, mit einer teuren Reisetasche in der Hand, geht durch den Gang eines Erster-Klasse-Wagens. Vergeblich sucht er ein leeres Abteil. Schließlich nimmt Wessel in einem Abteil Platz, in dem nur eine etwa vierzigjährige Frau schlafend in der Ecke sitzt. Wessel öffnet seine Reisetasche, in der zwischen Kleidungsstücken eine Pistole sichtbar wird. Nachdem die Mitreisende, Gerda Pommer, erwacht ist, kommen die beiden ins Gespräch. Eine vertraute Atmosphäre entsteht. Als Gerda aufsteht, um auf die Toilette zu gehen, sieht Wessel, daß sie körperbehindert ist. Seit ihrer Geburt hat sie ein verkürztes Bein und hinkt stark. In Karlsruhe angekommen, bringt Wessel Gerda in einem Taxi zu deren Wohnung. Der Abschied ist freundlich, aber etwas distanziert. In den nächsten Wochen geht Gerda, die alleinstehend ist und sich im Privatleben sehr von der Umwelt abkapselt, wie gewohnt ihrem Beruf als Bilanzbuchhalterin nach. In dieser Zeit wird sie beobachtet, ohne daß sie es bemerkt. An einem Freitagmorgen fährt Gerda mit ihrem Auto vor einer Bank vor. Als sie die überfüllte Schalterhalle betritt, zieht ein vermummter Mann eine Pistole aus seinem Parka, hält sie Gerda an die Schläfe und zwingt den Kassierer zur Herausgabe des Geldes. Ein junger Mann, der die Szene von der Straße aus beobachtet hat und die Flucht des Bankräubers zu verhindern versucht, wird von diesem niedergeschossen. Der Bankräuber drängt Gerda in ihr Auto und dirigiert seine Geisel, die Waffe auf sie gerichtet, durch die Stadt. In einer Nebenstraße steigt er aus und entkommt. Kommissar Lutz und sein Assistent Wagner treffen am Tatort ein. Die Aussagen der Zeugen sind widersprüchlich. Lutz bekommt von einem Beamten den Hinweis, daß die Geisel sich telefonisch gemeldet habe. Die erste Vernehmung von Gerda durch Lutz ergibt auch nur eine vage Täterbeschreibung. Für Lutz und Wagner deuten alle Ergebnisse darauf hin, daß es sich bei dem Täter um einen Profi handeln muß, der seine Tat minutiös geplant hat. - Der Anfang einer schwierigen Ermittlungsarbeit.