Drei junge Frauen wurden in Stuttgart innerhalb von zwei Monaten getötet. Die Stadt ist in Aufruhr, die Presse erregt, und Bienzle weiß bisher lediglich, dass der Täter die Frauen erst nach dem Mord missbraucht und sorgfältig seine Spuren beseitigt. Zur Frustration über die erfolglosen Ermittlungen kommt bei der Polizei die Angst vor weiteren Morden, denn nichts spricht dafür, dass der Täter aufhören wird. Als im nächtlichen Schlosspark eine junge Tänzerin aufgefunden wird, deutet für Bienzle und Gächter alles auf den Frauenmörder hin. Der Täter wurde jedoch offensichtlich gestört, sein Opfer ist schwer verletzt, aber noch am Leben. Neben ihr, ebenfalls verletzt, Konditormeister Theo Hasselt. Er sagt aus, den Täter angegriffen und in die Flucht geschlagen zu haben. Bei Hasselt finden sich allerdings Kondome der Marke, die der Mörder bisher benutzt hat - aber genügt dies für einen Verdacht gegen den Konditor?

Ein gut besetzter und inszenierter Krimi um den Stuttgarter Ermittler alias Dietz-Werner Steck, von Hans-Christoph Blumenberg ("Die letzte Schlacht", "Die Stunde der Offiziere") nach einem Drehbuch von "Tatort"-Routinier Felix Huby ("Tatort - Salü Palu", "Tatort - Bienzle und der Champion") inszeniert. Bienzle muss sich hier nicht nur mit einer Mordserie an jungen Frauen auseinander setzen, sondern steht auch privat unter Druck, denn er hat sich mit der Trennung von seiner Lebensgefährtin noch nicht abgefunden. Besonders gut: Alexander Radszun in der Rolle des verdächtigen Zuckerbäckers.

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