Ein ungewöhnlicher Fall für das Saarbrücker Duo (Maximilian Brückner, Foto l., mit Georg Weber). Während einer Kunstperformance wird die junge Viktoria Schneider erschossen. Schnell finden die Ermittler heraus, dass nur ein hervorragender wie gut geübter Schütze diesen Mord begangen haben kann, denn der Schuss wurde aus weiter Entfernung abgegeben. Da die Performance sich zudem kritisch mit dem Engagement der Bundeswehr in Afghanistan auseinandersetzte, fällt der Verdacht bald auf eine Gruppe von vier traumatisierten Soldaten. Doch Kappl und Deininger tun sich schwer mit dem Fall, denn die Soldaten halten zusammen und geben sich keine Blöße ...

Das "Tatort"-Debüt von Regisseur Jochen Alexander Freydank ("Und weg bist Du") erweist sich als spannender Krimi, der den Bundeswehreinsatz in Afghanistan durchaus kritisch hinterfragt. Entstanden nach dem Drehbuch des Autoren-Trios Christiane Hütter, Christian Heider und Uwe Wilhelm geraten sich die beiden Hauptkommissare hier beinahe gegenseitig in die Haare, das sie den Einsatz der Bundeswehr recht unterschiedlich bewerten. Der aus Berlin stammende Regisseur, Produzent und Autor Freydank wurde 2009 über Nacht bekannt, als er für seinen zuvor bereist vielfach prämierten Kurzfilm "Spielzeugland" (2007, ebenfalls mit Julia Jäger) mit dem Oscar ausgezeichnet wurde.

Foto: SR/Manuela Meyer