Der Amerikaner Frank reist eher unauffällig durch Europa. Hier will er offenbar eine unglückliche Liebe hinter sich lassen. Dann trifft er im Zug von Paris nach Venedig eine atemberaubende Schönheit, die ihm auch in der Lagunenstadt nachstellt. Frank fühlt sich natürlich durch die Anwesenheit der Schönen geschmeichelt, bis er herausfindet, dass sich ihre Wege offenbar nicht zufällig gekreuzt haben. Denn nach einer Nacht mit der Unbekannten ist diese verschwunden, dafür tauchen aber russische Killer und nervige Polizisten auf, die ihn für den Ehemann der Verschwundenen halten. Frank muss um sein Leben kämpfen ...

Oscar-Preisträger Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen") kam erst zu dem Projekt, als andere Regisseure aufgaben bzw. aufgeben mussten. Im Gegensatz zu direkten Vorlage "Anthony Zimmer" (auch "Anthony Zimmer") legt Donnersmarck mehr Wert auf eine langsame Erzählstruktur. Dabei schwelgt die Kamera mit tollen Aufnahmen im touristischen Venedig. Wer die französische Vorlage kennt, langweilt sich hier recht bald, zumal die Chemie zwischen den Superstars Depp und Jolie besser sein könnte. Für alle anderen gilt: ein stellenweise etwas langatmig erzählter, raffinierter Thriller mit guten Darstellern.

Foto: Kinowelt