Frankreich, 1999: Die 15-jährige Camille und der vier Jahre ältere Sullivan lieben sich leidenschaftlich und verbringen zwei wundervolle Wochen in der Ardèche. Doch über ihrer jungen Liebe liegt ein dunkler Schatten, denn Sullivan will für ein Jahr nach Südamerika reisen. Nach seiner Abreise ist Camille verzweifelt, wartet täglich auf seine Briefe, die immer spärlicher eintreffen - bis sie ganz ausbleiben und Camille einen Selbstmordversuch begeht. Vier Jahre später lernt sie während ihres Architekturstudiums den deutlich älteren Architekten Lorenz kennen und lieben. Die beiden gehen eine feste Beziehung ein, bis Camille schließlich eines Tages Sullivan erneut begegnet ...

Die aus Paris stammende Regisseurin und Schauspielerin Mia Hansen-Løve ("Der Vater meiner Kinder"), Lebensgefährtin von Olivier Assayas, der sie auch in seinen Regiearbeiten "Das Ende der Unschuld" und "Les destinées sentimentales" besetzte, inszenierte nach eigenem Buch, in das sie autobiografische Elemente einfliessen ließ, diese bittersüße Tragikomödie um eine scheinbar unmögliche Liebe. Stringent, aber zum Teil recht bedeutungsschwanger in Szene gesetzt, folgt Hansen-Løve chronologisch der Lebensgeschichte der jungen Camille, die von Lola Créton ("Blaubarts jüngste Frau") verkörpert wird. An ihrer Seite: Sebastian Urzendowsky als Sullivan in seiner dritten internationalen Produktion nach "Die Fälscher" und "The Way Back - Der lange Weg". "Un amour de jeunesse" lief 2011 auf dem Filmfestival von Locarno und erhielt eine besondere Erwähnung.

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