Los Angeles, Sommer 1981: John Holmes, früher der größte Pornostar der Welt, ist am Ende seiner Karriere - finanziell ruiniert und drogenabhängig. Seine wesentlich jüngere Freundin Dawn liebt er abgöttisch, ist aber immer noch mit seiner Frau Sharon verheiratet. Holmes gerät zunehmend in die Kreise der Drogendealer auf der Wonderland Avenue und verstrickt sich unbeabsichtigt immer tiefer in deren Welt aus Bandenrivalität und Gewalt. Gierig nach Geld und Drogen, riskiert die Wonderland-Gang eines Tages einen Einbruch in die Villa des berüchtigten Drogenbosses Eddie Nash, dem Holmes eine Menge Geld schuldet. Kurz danach wird ein Gangmitglied nach dem anderen brutal ermordet aufgefunden. Wer steckt dahinter? Hat Holmes seine Kumpane geopfert, um der Rache Nashs zu entgehen? Kann ein ehemaliger Pornostar zum berechnenden Killer werden?

Regisseur James Cox inszenierte das schonungslose Porträt eines Gefallenen als wilden Mix aus Drogenfilm, Thriller und Drama. Cox verabreitete in "Wonderland" eine der spektakulärsten und rätselhaftesten Mordserien, die Los Angeles im Sommer 1981 in Atem hielt. Was zuerst wie ein üblicher Mordfall im Milieu der Drogendealer aussah, wurde zu einem echten film noir-Plot, als entdeckt wurde, dass der bekannte Pornofilm-König John C. "Johnny Wadd" Holmes in das Verbrechen verwickelt war und schließlich als Hauptverdächtigter angeklagt wurde. Nach einem Jahr wurde Holmes entlassen, und auch dem anderen Verdächtigen, dem Drogenkönig Eddie Nash, der sieben Jahre später angeklagt wurde, konnten die Morde nicht nachgewiesen werden. Die realen Vorbilder der weiblichen Charaktere, Sharon Holmes und Dawn Schiller-Bristol, unterstützten als Beraterinnen die Produktion vom Drehbuchstadium bis zu den Dreharbeiten, Dawn Schiller-Bristol auch als Mit-Produzentin des Films. Die sogenannten Wonderland-Morde standen symbolisch auch für das Ende einer Ära, die Zeit des sexuell freizügigen, Haschisch rauchenden Hollywood der Siebzigerjahre, kurz vor den desillusionierten, von Aids-Angst geprägten Achtzigern. John Holmes, der Mann im Zentrum der Mordserie, starb 1988 an Aids.

Foto: Paramount