1932 schockierte die Entführung des Kindes von Charles Lindbergh die Weltöffentlichkeit. Auch im Salon der Kopenhagener Fabrikantenfamilie Zulow wird der Fall diskutiert. Besonders aufmerksam hört die elfjährige Tochter Emma zu, denn sie leidet darunter, dass ihre Eltern nie Zeit für sie haben. Emma hat viel Phantasie, und so fällt es ihr leicht, ihre eigene Entführung vorzutäuschen. Eigentlich will sie ihren Eltern nur einen Schreck einjagen, doch dann lernt sie den Arbeiter Malthe kennen und beschließt, von ihren Eltern Lösegeld zu fordern, um ihrem neuen Freund etwas schenken zu können. Bald fahndet die Polizei nach dem vermeintlichen Entführer...

Der Film überzeugt neben der brillanten Inszenierung besonders durch das nuancierte Spiel der Schauspieldebütantin Line Kruse und dem aus Bergmans "Fanny und Alexander" bekannten Börje Ahlstedt. "Eine ungewöhnliche Entführung" wurde unter anderem mit dem Grand Prix de la Jeunesse 1988 in Cannes ausgezeichnet. Der dänische Filmemacher Søren Kragh-Jacobsen machte zuletzt 1999 als Regisseur des dritten Dogma-Films "Mifune" auf sich aufmerksam.