Brams (Cem Akkanat, l.) Eltern scheinen von Kevin
(Simon
Van Buyten) nicht begeistert zu sein ...

Mixed Kebab

KINOSTART: 20.09.2012 • Tragikomödie • Belgien, Türkei (2012) • 98 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mixed Kebab
Produktionsdatum
2012
Produktionsland
Belgien, Türkei
Laufzeit
98 Minuten
Regie
Schnitt

Der attraktive Muslim Ibrahim, von allen nur Bram genannt, wohnt mit seiner türkischen Familie in Antwerpen und steht kurz vor seiner Hochzeit mit seiner Cousine Elif, die er im fernen Anatolien heiraten soll. Doch niemand in Brahms Familie ahnt, dass dieser ein Geheimnis hat: Bram fühlt sich zu Männern hingezogen, besonders der junge Belgier Kevin hat es ihm angetan. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft und Religion kommen sich die beiden jungen Männer näher, müssen aber alles tun, um ihre Beziehung geheim zu halten. Womit Bram nicht gerechnet hat: Sein jüngerer Bruder Furkan, ein Taugenichts, der Sympathien für einen radikalen Mullah hegt, kennt sein Geheimnis ...

Der aus Antwerpen stammende Filmemacher und Autor Guy Lee Thys erzählt hier die Geschichte einer homosexuellen Liebe, die gegen die Traditionen und das Weltbild einer konservativ geprägten muslimischen Familie verstößt. Mit viel Sympathie für die beiden Protagonisten (klasse: Cem Akkanat als Bram und Simon Van Buyten als Kevin) erzählt, nutzt Thys geschickt tief verwurzelte Klischees, um die Absurdität der Ereignisse aufzuzeigen. Mit einigen ersten Untertönen und mit viel - stellenweise recht grobem - Witz inszeniert, erinnert die gut besetzte Tragikomödie thematisch an Stephen Frears' wunderbare Gesellschaftssatire "Mein wunderbarer Waschsalon", auch wenn "Mixed Kebab" nicht deren Klasse erreicht. Dennoch ist dies ein gelungenes Plädoyer für Mut und Toleranz und gegen Rassismus.

Foto: Profun

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