Großalarm in Frankfurt: Bei einem Banküberfall wird ein Wachmann schwer verletzt, die Methode des Bankräuber-Trios erinnert an Fälle, mit denen sich die Polizei in Essen auseinandersetzen musste. Da Haferkamp in Urlaub ist, tritt Kommissar Paul Enders die Reise in die Äppelwoi-Metropole an, um die dortigen Kollegen zu unterstützen. Zum Glück gibt es einen Zeugen, der den Mann beobachtet hat, der das Fahrzeug, das bei dem Überfall benutzt wurde, gemietet hat. Kurzerhand schlüpft Enders in die Rolle des Zeugen, in der Hoffnung, dass die Ganoven den unliebsamen Beobachter ausschalten wollen. Als der verletzte Wachmann stirbt, spitzt sich die Lage weiter zu ...

Diesen reichlich konstruierten Fall inszenierte der damalige "Tatort"-Debütant Peter Adam ("Tatort - Das Mädchen auf der Treppe") nach eigenem Drehbuch. Als Essener Kommissar Enders ist hier Charakterdarsteller und Kabarettist Jörg Hube in einer frühen Rolle zu sehen. Sein Auftritt, der sein erster und einziger Kommissar-Fall in Deutschlands erfolgreichster Krimi-Reihe blieb, ist nicht der schlechteste. Was man von den gestelzten Spiel von Heinz Hoenig (mit langer Matte und Astralkörper kaum zu erkennen) als brutaler Bandenkopf nicht behaupten kann. Ebenso blass und unglaubwürdig bleibt das damalige Filmsternchen Claudia Demarmels ("Theo gegen den Rest der Welt") und Haferkamp-Assistent Kreutzer alias Willy Semmelrogge rennt ständig hilflos durch die Gegend und fragt sich: "Was mach ich bloß?"

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