Im Duisburger Hafen wird ein Toter gefunden. Es ist der Binnenschiffer Heinz Petschek. Er wurde erstochen. Dringend der Tat verdächtig erweist sich der Schiffer Jan Poppinga; Petschek hatte mit seiner Frau ein Verhältnis. Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski glaubt an Poppingas Unschuld. Es stellt sich heraus, dass Petschek kurz vor seinem Tod seinen langjährigen Arbeitsplatz verlassen und auf dem Schiff des Partikuliers Wittinger angeheuert hatte. Die Gründe für diesen Wechsel liegen im Dunkeln, selbst seinen Freunden hat Petschek nichts gesagt. Sicher ist nur, dass Petschek Rauschgift geschmuggelt hat. Da wird ein zweiter Toter entdeckt. Es ist der türkische Gewerkschaftler Celik. Petschek und Celik haben sich gekannt. Die beiden waren einem Waffenschmuggel auf der Spur. Ist Wittinger der Mörder?

Diese spannende Episode war der Auftakt einer neuen Ära in der langen "Tatort"-Erfolgsgeschichte: Erstmals ermittelte mit Götz George als Kriminalhauptkommissar Horst Schimanski eine völlig neue Polizistenfigur in Duisburg und ließ seine Vorgänger reichlich alt aussehen. Denn George gab den Ermittler von der Straße, der mehr seinem Instinkt und Dickschädel denn den Polizeirichtlinien folgte und dabei immer wieder aneckte und sich selbst in gefährliche Situationen brachte. Mit dem hemdsärmeligen Schimanski, dessen Markenzeichen die M65-Feldjacke werden sollte, und dem unvergessenen Eberhard Feik in der Rolle des Thanner begann eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Insgesamt 29 "Tatort"-Krimis entstanden in der Folgezeit, oft unter der Regie von "Schimanski"-Miterfinder Hajo Gies. Und von 1997 bis 2008 schlüpfte Götz George in weiteren 16 "Schimanski"-Folgen in die Rolle des unkonventionellen Polizisten, dem auch schon mal die Hand ausrutscht.

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