Nach zehn Jahren wird Lischka aus dem Knast entlassen. Einst war er verurteilt worden,weil er den Sohn des Ehepaars Berberich entführt hatte. Der war nach der Zahlung von 12 Millionen Dollar Lösegeld freigelassen worden, doch das Geld war nach Lischkas Verhaftung nie wieder aufgetaucht. Kaum ist Lischka entlassen, gibt es auch schon den ersten Toten: Einer seiner Mithäftlinge wird bei dem Versuch ermordet, einen Teil des Lösegelds zu waschen. Hauptkommissarin Lena Odenthal. setzt nun alles daran, um dessen Geldversteck zu finden. Was die beiden nicht ahnen: Nico, Lischkas 16-jährige Tochter, hat sich in den gut aussehenden Thomas Berberich verliebt. Er war das Opfer der brutalen Entführung und ist seitdem gehbehindert. Thomas weiß nicht, dass Nico die Tochter seines Peinigers ist. Lena beginnt, um Nicos Vertrauen zu werben, während Lischka eine Spur der Zerstörung hinterlässt ...

"Tatort"-Debütantin Connie Walther ("Schattenwelt", "Frau Böhm sagt nein") inszenierte 1999 nach eigenem Drehbuch diese düstere, wenn auch nicht immer logische Episode um das Ludwigshafener Ermittler-Team Ulrike Folkerts und Andreas Hoppe, das sich mit Huub Stapel auseinandersetzen muss. Der glänzt in der Rolle des äußerlich liebenden Familienvaters Lischka glänzt, hinter dessen Fassade jedoch lebensgefährliche Abgründe lauern. Das Drehbuch lieferte Norbert Ehry, der Folkerts zehn Jahre zuvor den ersten Fall ("Tatort - Die Neue") auf den Leib schrieb.

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