Auf einer Mülldeponie wird die Leiche von Boris Blaschke gefunden, der bis zu seinem Ableben Gebietsleiter bei der Discount-Kette Billy für Ludwigshafen war. Als Lena Odenthal und Mario Kopper in den dortigen Filialen die Ermittlungen aufnehmen, bekommen sie Einblick in eine Branche, in der extremer Druck auf die Angestellten ausgeübt wird. Immer höheres Arbeitstempo und unbezahlte Überstunden sind an der Tagesordnung, und selbst vor der Beobachtung der Angestellten durch eine Detektei schreckt ein Gebietsleiter wie Blaschke nicht zurück. In dieser Atmosphäre des Misstrauens, der Kontrolle und der unterdrückten Wut finden Lena und Kopper etliche Mitarbeiter mit potenziellen Mordmotiven ...

Regisseur Lars Montag ("Der Mann, den sie nicht lieben durfte"), der mit dem Ludwigshafener Duo schon den Fall "Tatort - Sterben für die Erben" (2007) realisierte, drehte diesen sozialkritischen Fall, der auf wahren Ereignissen beruht, nach dem Buch von Stephan Falk. Der Autor erhielt bereits 2004 den Adolf-Grimme-Preis für die Frankfurter "Tatort"-Episode "Tatort - Herzversagen".

Foto: SWR/Krause-Burberg