Harvard-Student Mark Zuckerberg ist eigentlich ein Außenseiter, der mit seinem Endlosgelaber nicht nur seinen Zimmergenossen auf den Geist geht. Am Computer allerdings ist Mark ein Genie. So verbringt er auch lieber seine Zeit am Bildschirm statt mit Kommilitonen. Als er mal wieder wie verrückt auf seine Tastatur hackt, bringt ihn eine neue Idee fast schon in Rage: die Geburtstunde von Facebook, einem globalen sozialen Netzwerk, das eine Revolution der bisherigen Computer-Kommunikation zur Folge hat und Zuckerberg in wenigen Jahren zum jüngsten Milliardär dieser Erde macht. Das allerdings ruft auch Neider auf den Plan ...

Was vom Sujet nach einem spannenden Wirtschaftskrimi klingt (zumal der Regisseur David Fincher heißt), entpuppt sich leider als reine Wortklauberei mit einem überaus unsympathischen Protagonisten. Hat Fincher in der Vergangenheit Schwächen in der Story noch mit filmischen Finessen ausgeglichen, langweilt er hier von der ersten Sekunde an, denn gleich die Einstiegsszene ist derart schlecht (der Jungstudent erklärt einem Mädchen die Welt), dass einem sofort das Gefühl beschleicht, dass es nicht besser wird. Auch wenn dann tatsächlich der ein oder andere Aspekt interessanter ist und der Protagonist mit zahlreichen zwischenmenschlichen und juristischen Problemen zu kämpfen hat, wird der Film leider nicht besser. Der Erfolg in Amerika lässt sich wohl nur mit dem Erfolg von Facebook bzw. der typischen Geschichte ums schnelle Geld erklären. So wurde "The Social Network" 2011 gleich mit vier Golden Globes ausgezeichnet: bester Film, beste Regie, bestes Drehbuch und beste Originalmusik.