Der Titel des Familienfilmes wird zum Programm, denn der gleichnamige Junge, gespielt von Arved Friese, veräußert in einem Deal sein Markenzeichen: sein Lachen.

Obwohl er in seinem Leben eigentlich keinen Grund hat, sich zu freuen, – er wächst nämlich in ärmlichen Verhältnissen auf – verliert Timm nie seinen Optimismus. Dies macht sich der wohlhabende Baron Lefuet (Justus von Dohnányi) zu nutze: Er bietet ihm im Gegenzug für sein Lachen die Fähigkeit an, Wetten zu gewinnen. Der Waise ist begeistert und nimmt an.

Doch bereits nach kurzer Zeit bereut er seine Entscheidung. Mithilfe seiner Freunde Kreschimir (Charly Hübner) und Ida (Jule Hermann) schmiedet er einen tollkühnen Plan, um sich das Verlorene von dem Bösewicht zurückzuholen.

Facettenreicher Hintergrund

Regisseur Andrea Dresen legt mit diesem Kinofilm einen Klassiker neu auf. Denn "Timm Thaler oder das gekaufte Lachen" erschien 1962 als Roman des Autors James Krüss – und wurde zum Bestseller. So ist es kein Wunder, dass der Stoff bereits vielfach adaptiert wurde: Das ZDF beispielsweise machte 1979 eine Fernsehserie daraus, ein sowjetischer Sender 1981 einen TV-Zweiteiler und 2012 wurde eine deutsche Zeichentrickserie produziert. Fans mögen daher große Erwartungen an den Kinofilm stellen – und die werden keineswegs enttäuscht.

Dresen gelingt es, die Story sowohl witzig und spannend als auch tiefsinnig zu gestalten. Denn in der teilweise magischen Geschichte finden sich auch kritische Elemente, die zum Nachdenken anregen: Aufs Korn genommen wird - wie in der Literaturvorlage - mitunter die moderne Konsumgesellschaft, die sich nur für das Materielle zu interessieren scheint und die wirklich wichtigen Werte dabei vergisst.