Eigentlich fängt alles ganz harmlos in der beschaulichen Kleinstadt Brunnharting in den Voralpen an, die zufällig auch die Heimatstadt von Dr. Claus Reiter ist. Bei Toni Schiermeier, dem Chef des Wasserwerks von Brunnharting, wird eingebrochen. Er überrascht den Täter. Dieser kann jedoch fliehen. Laut Schiermeier fehlt nichts, doch im Vorgarten wird eine Patrone aus einer Polizeiwaffe gefunden. Ein Fall für die internen Ermittler: Prohacek und Langner machen sich auf den Weg nach Brunnharting. Kurz vor ihrer Ankunft im Ort stürzt den beiden eine Frau mit einem leblosen Baby in den Armen vors Auto. Im Krankenhaus entsteht ein erster Verdacht: Verunreinigtes Wasser könnte die Todesursache sein. Die Ermittler werden hellhörig: Der Vater des Kindes hatte lange Zeit für das Wasserwerk gearbeitet, bis ihn ausgerechnet Toni Schiermeier auf die Straße gesetzt und die Zukunftspläne der jungen Familie durchkreuzt hatte. Doch auch der Mann der neugewählten Bürgermeisterin Verena Erler gerät unter Verdacht: Auch er ist im Wasserwerk angestellt und ein entschiedener Gegner des Plans, das Wasserwerk an ein privates Unternehmen zu verkaufen - ein Plan, den sein Chef und alle Lokalpolitiker befürworten. Doch noch bevor die Ermittler mit Erler sprechen können, wird er tot im See gefunden …

Nach dem Fall "Unter Verdacht - Rückkehr" ist dies der zweite "Unter Verdacht"-Krimi, den Regisseur Andreas Herzog ("Tatort - Scheinwelten") mit Senta Berger in ihrer Paraderolle in Szene setzte. Bis in die Nebenrollen prächtig besetzt und gespielt, überzeugt das Drehbuch von Rainer Berg ("Der Tanz mit dem Teufel - Die Entführung des Richard Oetker", "Angst hat eine kalte Hand") mit gelungenen Charakterzeichnungen und einem spannenden wie vorstellbaren Szenario, in dem sich alles ums Wasser und dessen internationale Vermarktung dreht.

Foto: ZDF/Bernd Schuller