In Hongkong dringen drei Killer in das Wohnhaus einer Familie ein, ermorden den chinesischen Vater und die zwei kleinen Kinder. Nur die französische Ehefrau überlebt schwer verletzt. Am Krankenbett schwört ihr Vater Francis Costello Rache. Da der alternde Pariser Restaurantbesitzer mit dunkler Vergangenhei weiß, dass er in der für ihn völlig fremden Stadt keine Chance hat, die Mörder alleine ausfindig zu machen, heuert er kurzerhand drei einheimischen an und setzt als Belohnung seinen gesamten Besitz aus - inklusive eines Restaurants auf der Champs Élysées. Was die Sache allerdings erhebluch erschwert: Costello leidet an krankhaftem Gedächtnisschwund, so dass ihn sein Killer-Trio immer wieder an seine Vergeltungspläne erinnern muss ...

Der aus Hongkong stammende Regisseur Johnny To ist für seine Action geladenen Thriller und Kriminalfilme bekannt, man denke nur an Genrewerke wie "Where A Good Man Goes" oder "Fulltime Killer". Mit Frankreichs Musik- und Schauspielikone Johnny Hallyday, dessen Rolle hier ein wenig an Jan Declairs Part in "Totgemacht - The Alzheimer Case" erinnert - drehte To dieses gestylten wie harten Gangsterfilm als Abschluss seiner so genannten Gunmen-Trilogie, die er mit "The Mission" und "Exiled" begonnen hatte. "Vengeance - Killer unter sich" war 2009 für die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes nominiert, die begehrte Trophäe erhielt dann aber Jacques Audiard für sein Drama "Ein Prophet".

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