Deutschland 1954: Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen, mit der Wirtschaft geht's bergauf, man ist wieder wer. Daniel Finkbeiner, Fabrikant von Sargbeschlägen, spürt, dass sich etwas ändern muss. Kaum vom Herzinfarkt genesen, ruft er seine Söhne Kurt, Erwin und Fritz ans Krankenbett. Die Schlamperei der Jugendzeit habe nun ein Ende, befindet der Vater. Wer als Erster eine Braut und einen Stammhalter präsentiert, erbt die Firma. Zwischen Kurt und Erwin entbrennt ein eifersüchtiger Wettstreit um die schöne Sportlehrerin der kleinen Schule. Darüber vergessen sie, ihren etwas seltsamen älteren Bruder Fritz im Auge zu behalten. Ganz still geht das "Sorgenkind" der Familie seine eigenen Wege...

Regisseur und Grimme-Preisträger Hartmut Schoen (Dokus, TV-Thriller wie "Warten ist der Tod") hat ein Faible für die Sonderlinge und kleine Alltagshelden. Nicht von ungefähr genießt deshalb Fritz, der älteste der drei Söhne und ein leicht sonderlicher Fantast, die meiste Sympathie, während sich die anderen Brüder mehr schlecht als recht ihre Hörner im Geschlechterkampf abstoßen. Herausgekommen ist ein märchenhaft-heiterer Abgesang auf eine vergangene Zeit, die in der Rückschau gerne als "gute, alte" verklärt wird. Eine jugendliche Schauspielergarde und ein Augenzwinkern der Regisseurs verhindern allerdings, dass der Abgesang bloß rührseelig ausfällt.