Nach dem Tod seines Vaters wirkt Oliver fast schon lethargisch. Erst als er die anmutige wie unberechenbare Anna kennen lernt, erwacht er aus seiner Starre. Als Oliver wieder zu leben beginnt, kommen auch die Erinnerungen an den Vater zurück. Der hatte nämlich nach dem Tod seiner Frau nach 44 Jahren Ehe im Alter von 75 sein Coming Out und führte fortan ein zufriedenes Leben in homosexuellen Kreisen. Genau dieses Leben war es auch, dass Vater und Sohn wieder näher zusammenbrachte. So wird Oliver erst spät klar, dass er eine ähnliche Lebensfreude an den Tag legen muss, um die schöne Anna zu halten ...

Schon mit "Thumbsucker" inszenierte Regisseur Mike Mills einen ungewöhnlichen Independent-Film. Auch dieses Mal bewegt er sich jenseits von Hollywood, kann sich aber nicht wirklich entscheiden, ob er über das Vater-Sohn-Verhältnis oder die Schwierigkeiten der Liebe zwischen Oliver und Anna erzählen will. Dennoch sorgen die guten Darsteller für richtig starke Momente zwischen Witz, Trauer und Dramatik. Christopher Plummer wurde für seine brillante darstellerische Leistung als homosexueller älterer Herr mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

Foto: Universal