Marx, Engels und Lenin sind die Begründer einer Idee über die Kraft der Arbeiterklasse, die zur Doktrin eines gesamten Staates – der Sowjetunion – wurde und sich auch massiv auf die deutsch-deutsche Geschichte auswirkte. Doch bevor die Männer zu geschätzten Philosophen, Begründern des Kommunismus und gar Persönlichkeiten der Historie wurden, mussten sie ihre Theorien erst einmal aufstellen.

Wie dies abgelaufen sein könnte, zeigt Regisseur Raoul Peck, indem er das Leben von Karl Marx (August Diehl) schildert, als dieser Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich auf seinen späteren Partner Friedrich Engels (Stefan Konarske) trifft. Das ist der Beginn einer Freundschaft zweier junger Männer, die nicht nur schöne Worte finden, sondern im Angesicht der europäischen Krisen endlich handeln wollen. Aber auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut - das müssen die Freunde in ihrem Eifer ebenfalls erst lernen.

Authentischer Exkurs

Schwierige Thesen wie die von Marx und Engels unterhaltsam auf die Leinwand zu bringen, ist keine einfache Aufgabe. Aufgelockert werden diese theoretischen Abrisse daher mit der Biografie des titelgebenden Philosophen, die das Leben eines jungen Menschen beschreibt, der raucht, trinkt und sich an seiner leidenschaftlichen Ehe erfreut.

Aber auch die Schattenseiten des Alltags im Jahr 1844 werden dabei nicht verschwiegen, sodass das Elend und die Armut der Arbeiterklasse zu Zeiten der Industriellen Revolution ausgiebig beleuchtet werden und so der Grund für Marx' und Engels' Schriften greifbar wird.