Thanner ist zu Schimanski gezogen, weil seine Freundin Sylvia ihn wegen seiner ewigen Eifersüchteleien rausgeworfen hat. Er bringt Ordnung in Schimanskis leicht chaotischen Haushalt, in seiner Seele dagegen herrscht erhebliche Verwirrung. Er will die Trennung von Sylvia nicht akzeptieren und bemüht sich, das Geschehene ungeschehen zu machen. Alles andere - auch sein Beruf - ist für ihn zur Zeit nur zweit- und drittrangig. Derweil untersucht Schimanski den Mord an Daddel Virks, einem kleinen Schnüffler, Gehilfe des Privatdetektivs Scholl, der einst ein Kollege von Thanner und Schimanski war. Wer hat Virks auf dem Gewissen? Die Leute, bei denen er Wettschulden hatte, der undurchsichtige Versicherer Klett mit seinen merkwürdigen Geschäften: Rückkauf von gestohlenem Gut, unter der Hand, unter Umgehung der Polizei, oder der Großindustrielle Schultheiß, oder dessen Tochter Miriam, die Scholl offensichtlich den Auftrag gegeben hat, gegen ihren Vater zu ermitteln? Und warum ist Scholl verschwunden, und wer bedroht Miriam Schultheiß? Miriam ist Schimanski gegenüber äußerst zurückhaltend, aber mit Zähigkeit - manchmal sogar mit Thanners Hilfe - fügt er Steinchen zu Steinchen und hat bald ein verwirrendes Mosaik vor sich ...

Armer Schimanksi, alles muss er allein machen - außer seinen chaotischen Haushalt in Schuss bringen - das besorgt sein Kollege Thammer à la Jack Lemmon in "Ein seltsames Paar". "Miriam" war nach "Tatort - Das Mädchen auf der Treppe" der zweite Krimi, den Regisseur Peter Adam mit dem äußerst beliebten Duisburger Ermittler-Duo inszenierte. Rountiniert in Szene gesetzt und gut gespielt, sind hier Vorgänge aus der Vergangenheit von größter Bedeutung. Im Jahr darauf drehte Adam auch die Duisburger "Tatort"-Episoden "Tatort - Rechnung ohne Wirt" und "Das Haus im Wald".

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