Als der italienische Restaurant-Besitzer Guido, ein guter Bekannter von Schimanski, Schutzgeld zahlen soll, erklärt sich Schimanski - halb freundschaftlich, halb dienstlich - bereit, ihm zu helfen. Denn Guidos Lokal wurde demoliert, er selbst zusammengeschlagen, als er sich weigerte, zu zahlen. Der Fall scheint im Zusammenhang mit dem Mord an einem Boxer zu stehen, der irgend etwas mit dieser Schutzgeldgeschichte zu tun haben muss. Im Notizbuch des Ermordeten hat Schimanski Guidos Namen gefunden, obwohl dieser den Boxer nicht gekannt haben will. Es kommt zu einem Deal zwischen Guido und seinen Erpressern, einem Vertrag unter sehr ehrenwerten Männern, dessen Garant gewissermaßen Schimanski ist. Durch das Eingreifen des ahnungslosen Thanner jedoch muss die Gegenseite den Eindruck gewinnen, dass Guido sie übers Ohr hausen wollte. Guido, der für Freund und Feind verschwindet, ist in Lebensgefahr. Dann jedoch findet Schimanski heraus, dass Guido den toten Boxer sehr wohl gekannt hat. Hat Guido Schimanskis Freundschaft nur ausgenutzt, um eigene, ziemlich ungesetzliche Ziele zu verfolgen?

Eine "Tatort"-Episode aus dem Milieu des Organisierten Verbrechens, das auch vor Mord und Totschlag nicht halt macht. "Rechnung ohne Wirt" war nach "Tatort - Das Mädchen auf der Treppe" und "Miriam" die dritte Folge, die Regisseur Peter Adam mit Götz George und Eberhard Feik verwirklichte. Später folgten mit "Das Haus im Wald" die vierte und letzte Zusammenarbeit. In der Rolle des Guido ist hier der italienische Darsteller Guido Gagliardi zu sehen, der später mit seiner Rolle des Enrico Pavarotti in der Dauerserie "Lindenstraße" einem breiten Publikum bekannt wurde. Gagliardi starb im Alter von nur 59 Jahren im Juli 1996 in seiner Heimatstadt Ravenna an Herzversagen.

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