Schimanski wird zufällig Zeuge eines bewaffneten Überfalls auf den Wirt Giovanni Salvatore, der in Duisburg ein italienisches Restaraunt betreibt. Als er wieder einmal beherzt eingreift, erlebt er ein Fiasko: Seine Freundin Renate wird von einem der Gangster in Schusslinie gestoßen und stirbt. In dem Bewusstsein, eine Unschuldige getötet zu haben, legt er seine Waffe nieder. Thanner klinkt sich in die Fahndung nach den beiden Tätern ein und bezahlt schwer dafür: Schimanski findet ihn nach einem schweren Autounfall bewusstlos und mit schweren Verletzungen vor. Schimanski wäre geholfen, wenn Giovanni endlich reden würde - aber der schweigt beharrlich. Erst als sein Sohn Mario ermordet wird, bricht der alte Mann zusammen: Es geht um einen Koffer mit Schutzgeldern, mit dem sich die Salvatores absetzen wollten - aber die "Familie" ist ihnen auf die Schliche gekommen ...

Freundin tot, Thanner schwer verletzt, Sohn des befreundeten Gastwirts ermordet und noch dazu in eine Auseinandersetzung mit der Mafia verstrickt - in dieser Folge des Duisburger "Tatort"s kommt es für Schimanski alias Götz George knüppeldick. Nach "Tatort - Katjas Schweigen" war dies der zweite "Tatort", den Hans Noever mit dem ungemein populären Duisburger Duo inszenierte. Nach dem Drehbuch, das Noever mit Uwe Erichsen ("Die Katze", "Tatort - Schönes Wochenende") und Wolfgang Hesse verfasste, entstand ein packender wie actionreicher Krimi, in dem der bis aufs Blut gereizte Schimanski nicht mehr zu bremsen ist. In frühen Rollen sind hier Nina Petri und Klaus J. Behrendt zu bewundern, der aus Rom stammende Charakterdarsteller Remo Remotti ("Falcone - Im Fadenkreuz der Mafia", "Reise nach Weimar"), "Hudson Hawk - Der Meisterdieb", "Der Pate - Teil III") gibt gekonnt den Gastwirt Giovanni.

Foto: WDR/Karl-Heinz Vogelmann