Schön schrecklich: Godzilla kämpft im Dienste der guten Sache.
Er ist wieder da: Godzilla hat erneut einen großen Auftritt.

Godzilla II: King of the Monsters

KINOSTART: 30.05.2019 • Action • USA (2019) • 132 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Godzilla: King of the Monsters
Produktionsdatum
2019
Produktionsland
USA
Budget
200.000.000 USD
Einspielergebnis
383.181.670 USD
Laufzeit
132 Minuten

Filmkritik

Schaulaufen der Urzeitriesen
Von Christopher Diekhaus

Im neuen Teil des filmischen Monsteruniversums von Warner nimmt es der legendäre Godzilla mit anderen Urzeitmonstern auf. Wie nicht anders zu erwarten, steht dabei das Spektakel an erster Stelle.

Seit den ersten Erfolgen der Marvel-Reihe treiben zahlreiche Hollywood-Studios eifrig den Aufbau lose verknüpfter Leinwanduniversen auf Grundlage bekannter Figuren und Marken voran. Legendary Pictures und Warner Bros. hoben 2014 mit "Godzilla" das sogenannte MonsterVerse aus der Taufe, einen filmischen Kosmos, in dem die legendären Kinoungeheuer Godzilla und King Kong neue Auftritte erhalten. Als zweiter Beitrag wurde 2017 das bildgewaltige Affenabenteuer "Kong: Skull Island" an den Start geschickt, das sich trotz Anspielungen auf den Vietnam-Krieg und Verweisen auf den Filmklassiker "Apocalypse Now" als recht simpel gestrickte, von eindimensionalen Figuren bevölkerte Survival-Story entpuppte.

In "Godzilla II: King of the Monsters", dem Nachfolger zum ersten "Godzilla" und gleichzeitig dritter Teil des Großprojektes, ist nun wieder die japanische Urzeitechse an der Reihe, die 2014 bei ihrem Kampf gegen die Muto-Geschöpfe in San Francisco Chaos und Verwüstung hinterließ. Dem Aufeinandertreffen fiel auch der Sohn des Forscherpaares Emma (Vera Farmiga) und Mark Russell (Kyle Chandler) zum Opfer, die bis dahin im Auftrag der geheimen Wissenschaftsorganisation "Monarch" gemeinsam an der Orca-Maschine werkelten: einem Gerät, das die Kommunikation mit prähistorischen Riesenkreaturen erlaubt.

Der Schicksalsschlag führte zur Trennung. Mark verkroch sich schließlich in der Wildnis, um den Schmerz loszuwerden, und Emma stürzte sich weiter in die Arbeit. Eines Tages werden sie und ihre Tochter Madison (Millie Bobby Brown, "Stranger Things") vom Ökoterroristen Jonah Alan (Charles Dance) entführt, der mithilfe der Orca-Apparatur andere frühzeitliche Monster erwecken will. Nur sie – so glaubt der Ex-Soldat – könnten die menschengemachte Zerstörung der Natur und des Planeten ausgleichen und eine neue Ordnung etablieren. Der "Monarch"-Angestellte Dr. Ishiro Serizawa (Ken Watanabe) ist über die Entwicklung besorgt und wendet sich an den Einsiedler Mark, der nicht glauben möchte, dass Godzilla, der Mörder seines Kindes, möglicherweise ihre letzte Chance ist, um ein Massensterben zu verhindern.

Regisseur Michael Dougherty ("Krampus") knüpft mit seinem Blockbuster erwartungsgemäß an die Muster der beiden ersten Arbeiten des gemeinsamen Erzähluniversums an. "Godzilla II: King of the Monsters" ist ein wuchtig inszeniertes Actionspektakel mit beeindruckenden Effekten und düsteren Zerstörungsbildern, die das Publikum regelmäßig überwältigen. Vereinzelt gönnt sich der Film sogar beinahe poetische Impressionen – etwa dann, wenn der riesige Titelheld urplötzlich hinter der Glasscheibe einer tief im Meer liegenden "Monarch"-Basis auftaucht.

Handwerklich gibt es wenig zu kritisieren. Eher schlicht ist aber einmal mehr der Plot, wenngleich Dougherty und Koautor Zach Shields mit dem bedenklichen Zustand der Erde ein hochaktuelles Thema ins Visier nehmen. Ihr Drehbuch arbeitet sich lediglich stichwortartig daran ab und versäumt es trotz interessanter Ansätze, die Figuren spannend zu gestalten. Ökoterrorist Jonah Alan wirkt arg profillos. Und auch das Potenzial der ambivalenten Forscherin Emma Russell bleibt stellenweise sträflich ungenutzt.

Vor allem der Konflikt mit ihrer Tochter hätte zwingend mehr Raum bekommen müssen, um dem Geschehen ehrliche Emotionen einzuhauchen. Eine echte Seele fehlt leider auch den Urzeitgiganten, einschließlich Godzilla, der zumeist lediglich als unbeirrbare Kampfmaschine auftritt. Ein intimer Moment zwischen der Echse und seinem langjährigen Erforscher Dr. Serizawa geht allerdings unter die Haut und beweist, wie wirkungsvoll leise Akzente im Spektakelkino sein können. Schade, dass es davon hier einfach zu wenige gibt.


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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