Emma ist unglücklich mit ihrem Familienleben.

Happy Family

KINOSTART: 24.08.2017 • Trickfilm • D (2017) • 93 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Happy Family
Produktionsdatum
2017
Produktionsland
D
Einspielergebnis
26.441.892 USD
Laufzeit
93 Minuten

Filmkritik

Gruseliges Glück
Von Heidi Reutter

Der Bremer David Safier weiß, was seinen Lesern gefällt. Seinen kommerziellen Erfolg als Schriftsteller verdankt der Drehbuchautor einer leichtfüßigen Erzählweise mit genauen, sehr komischen Alltagsbeobachtungen, in denen sich jeder wiederfinden kann. Die Romane "Mieses Karma" oder "Jesus liebt mich" wurden millionenfach verkauft; letzterer wurde 2012 mit Jessica Schwarz und Florian David Fitz in den Hauptrollen verfilmt. Nun hat der deutsche Filmemacher Holger Tappe ("Konferenz der Tiere", 2010) aus Safiers viertem Buch, das in 18 Sprachen übersetzt und in 35 Ländern veröffentlicht wurde, einen Animationsfilm gemacht, der den Vergleich mit internationalen Produktionen keineswegs zu scheuen braucht.

Manchmal ist es ein Gräuel mit der Familie: Die Kinder streiten, sind in der Pubertät und das eheliche Leben dümpelt überraschungsfrei vor sich hin. So geht es auch Emma Wünschmann, der das triste Familienleben noch mehr zu schaffen macht als die drohende Pleite ihres Buchladens. Um endlich wieder etwas gemeinsam zu machen, schleppt sie ihre Familie auf eine Kostümparty, die allerdings ein tragisches Ende nimmt. Denn kein Geringerer als Dracula höchstpersönlich hat sich in Emma verliebt, die er aber erst als Vampirin ehelichen kann. Also schickt er die Hexe Baba Yaga vor, die dummerweise gleich die ganze Familie Wünschmann in Monster verwandelt: Emma in eine Vampirdame, ihren Mann Frank in Frankenstein, die Tochter Fay in eine Mumie und Sohn Max in einen Werwolf.

Gemeinsam machen sich die vier auf, die alte Hexe zu finden, damit diese den Fluch wieder beenden möge. Doch Baba Yaga hat eben Schwierigkeiten mit dem Zaubern und beamt sich ungewollt durch die Welt, weshalb auch für die Wünschmanns eine abenteuerliche Reise rund um den Globus beginnt, in deren Verlauf sie echten Monstern begegnen und sich peu à peu wieder zusammenraufen. Denn um sich wieder zurückzuverwandeln, müssen die Wünschmanns einfach wieder glücklich sein. Was aufgrund der neuen Herausforderungen nicht ganz einfach ist ...

Detailreichtum begeistert

"Happy Family", zu dem Autor Safier auch das Drehbuch geschrieben hat, ist eine knallbunte Abenteuerreise mit eindrucksvollen 3D-Computeranimationen, deren Detailreichtum begeistert. Gerade das Set-Design, allen voran Draculas grandioses, überdimensioniertes Domizil ist fantastisch. Doch der Film ist nicht nur visuell absolut eindrucksvoll, sondern auch sehr kurzweilig, weil die Familie actionreich und humorvoll auf ihre persönliche Heldenreise geschickt wird. Aktuelle Anspielungen machen den Witz perfekt: Zum Beispiel tauchen in der Wüste die nächsten "Hot Topmodels" auf, die sich rührend um den Supermann Frank kümmern, nachdem der ihren Buggy aus dem Sand gehievt hat. GNTM lässt grüßen!

Der Running Gag mit Baba Yaga, die beim Zaubern ständig versagt und nie dort landet, wo sie eigentlich hinwill, nämlich nach London, ist zwar irgendwann ähnlich ermüdend wie Franks unangenehme Blähungen, die heutzutage scheinbar fester Bestandteil eines jeden Familienfilms sind. Ansonsten aber ist "Happy Family" absolut gelungen: ein tragikomischer Familienfilm, der wirklich unterhaltsam ist, dabei ein bisschen gruselig und am Ende doch die Familie feiert. Ende gut, alles gut.

Quelle: teleschau – der Mediendienst

Darsteller

Schauspielerin Emily Watson.
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