Im Kostüm des Spider-Man hat der junge Peter Parker vor allem eines: Stress ohne Ende. Auch wenn er sich gerne durch die New York hangelt und dank seiner übermenschlichen Fähigkeiten Menschen rettet, kommt sein Privatleben eindeutig zu kurz. Das führt schließlich dazu, dass sich seine Freundin Gwen Stacy von ihm trennt. Dann allerdings lässt eine neue Gefahr Peter bzw. Spidey nicht zur Ruhe kommen: Ein Oscorp-Mitarbeiter wurde buchstäblich unter Strom gesetzt und treibt nun als Electro sein Unwesen und schließlich wandelt sich Peters Jugendfreund Harry Osborn zum grünen Fiesling Goblin ...

Zugegeben: Die Tricksequenzen sind phänomenal und rauben einem manchmal schier den Atem (vor allem in 3D - etwa wenn sich Spider-Man von hohen Gebäuden in die Tiefe schwingt), aber man hätte die Sorgfalt, die man für die Spezialeffekte an den Tag legte, vielleicht nur ansatzweise in die Geschichte einfließen lassen sollen. Denn die wirkt im Gegensatz zum The Amazing Spider-Man fahrig und austauschbar. So beschleicht einen schnell das Gefühl, alles bereits schon ähnlich gesehen zu haben. Warum man, obwohl es hundertfach gute Comic-Geschichten gibt, sich immer die gleichen vornimmt, bleibt wohl das Geheimnis der Macher. Für viele Zuschauer ist dies zumindest auf Dauer vor allem eines: stinklangweilig und schmalbrüstig wie der Hauptdarsteller.

Foto: Sony Pictures