Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Konflikt zwischen den USA und der UdSSR mehr und mehr zum Kalten Krieg wird, ist dies die Geburtsstunde der CIA. Der junge Hochschul-Absolvent Jack McCauliffe wird als Agent nach Europa geschickt. An der Seite des manchmal grobschlächtig auftretenden Torroti wird er zunächst in Berlin eingesetzt. Hier verliebt sich Jack bald in eine Deutsche, von der er geheime Botschaften erhält. Jahre später soll Jack in Budapest seine Verbindungen spielen lassen, um dort den Aufstand gegen die sowjetische Vormacht zu unterstützen. Hier muss er allerdings erkennen, dass den Vorgesetzten der Kampf der Revolutionäre in Ungarn zu heiß wird – er muss seine Verbindungsleute fallen lassen. Wieder in den USA gerät Jack Anfang der Sechzigerjahre in den Konflikt zwischen den USA und Kuba. Auch hier muss er schmerzlich erfahren, dass die so genannte Schweinebucht-Aktion von der Regierung nicht unterstützt wird. Derweil Jack innerhalb der CIA immer wichtiger wird, jagt sein Vorgesetzter James Jesus Angleton immer noch einen Maulwurf, den das KGB schon vor Jahrzehnten bei der CIA eingeschleust hat. Die Maulwurf-Suche entwickelt sich bei Angleton zur Paranoia ...

Dieser packende Dreiteiler nach dem gleichnamigen Bestseller von Robert Littell vermischt geschickt Fakten und Fiktion zu einem der besten und spannendsten Agentenstreifen der Filmgeschichte und zeigt, was aus "Der gute Hirte" hätte werden können. Mit guten Darstellern, einer gekonnten Inszenierung und stimmiger Ausstattung entstand so unter der Produktion von Tony und Ridley Scott ein Werk, das dank der epischen Breite an die literarische Vorlage herankommt und deren viele, Jahrzehnte umspannende Handlungsstränge gekonnt umsetzt. Dabei werden auch tatsächliche Pannen innerhalb der Geheimdienste geschickt für die Handlung genutzt. Stark!

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