Diese Frage stellen sich sieben Menschen in einem Krankenhaus, die in einer Nacht mit der Endlichkeit des Lebens konfrontiert werden. So auch Sophie, die mit einem Schwächeanfall ins Krankenhaus eingeliefert wird. Seit kurzem ist ihr andauernd schlecht und sie hat Kopfschmerzen, so dass sie fürchtet, wieder schwanger zu sein. Und nun wird bei ihr ein Gehirntumor festgestellt. Ihr Mann Joachim ist nie da, die drei gemeinsamen Söhne verbrauchen ihre ganze Energie. Sie stürzt sich in eine Affäre mit dem Arzt Paul Wolff, um sich wieder lebendig zu fühlen. Joachim ist Journalist und hat aufgrund seiner vielen Reisen den Kontakt zu seiner Frau und den Kindern eigentlich verloren. Als er sie mit einer früheren Rückkehr überraschen will, registriert er die Anzeichen für einen anderen Mann in ihrem Leben. Als er erfährt, dass Sophie eingeliefert wurde und warum, bleibt ihm nur noch wenig Zeit, um vieles wieder gut zu machen ...

Die Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Ulrike Grote drehte dieses bewegende wie humorvolle Werk, das gekonnt von schweren Schicksalsschlägen erzählt, aber auch Lösungsansätze bietet, die Mut machen. Die große deutsche Charakterdarstellerin Monica Bleibtreu ist hier in einer ihrer letzten Rollen als Mutter eines Pflegers zu bewundern, die an Demenz erkrankt ist. Regisseurin Grote absolvierte in den späten Achtzigerjahren ein Schauspielstudium an der Berliner Hochschule der Künste, war dann Gastdozentin an der Musikhochschule in Hamburg, studierte Regie an der Uni Hamburg und war in dieser Zeit auch immer wieder als Darstellerin im Theater, TV oder im Kino zu sehen. Davon zeugen Filme wie "Mammamia", "Ein Lied von Liebe und Tod - Gloomy Sunday", "Eine öffentliche Affäre", "Oh Du Liebezeit", "Weihnachten im September". Mit "Ausreißer" drehte sie 2004 schließlich ihren Abschlussfilm und wurde prompt mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet. "Was, wenn der Tod uns scheidet" ist ihr erster abendfüllender Film.

Foto: ZDF/Gisela Köhler