Das ist alles nicht ganz einfach: Lee sieht aus wie der sympathische junge Bankangestellte von nebenan, doch in Wahrheit ist er ein abgebrühter Auftragskiller. Als er den Ex-Mann der schönen Becky umbringt, ist das für ihn zunächst nur ein blasser Routinejob. Doch dann macht er einen Fehler: Er glaubt, fortan ohne seinen Partner Dosmo auskommen zu können und schießt auch ihn nieder. Der aber trägt eine kugelsichere Weste, überlebt und rettet sich zu einem arroganten Kunsthändler und seiner leicht schusseligen Sekretärin. Und dann ist da noch ein lebensmüder Hollywood-Regisseur, der in das ganze Kuddelmuddel zufällig hineingerät und es kräftig aufmischt, weil sich ein potentieller Selbstmörder nun einmal schlecht bedrohen lässt.

Der Film beginnt als Puzzlespiel. Verschiedene Handlungsstränge, die zunächst nichts miteinander zu tun haben, laufen später zusammen und verknüpfen sich zu einem überschaubaren Ganzen. Vorbilder sind dabei allenthalben zu erkennen, Robert Altmans "Short Cuts" etwa, und natürlich "Pulp Fiction" von Quentin Tarantino. Doch unter den zahlreichen "Pulp Fiction"-Nachziehern ist "Zwei Tage L. A." einer der besten. Die flotten Dialoge und die reizvolle Struktur geben der exzellenten Besetzung reichlich Raum zur Entfaltung, so dass der übliche Ärger über solche Abklatschprodukte gar nicht erst aufkommt. Jedermanns Sache ist das allerdings nicht. Das gewitzt unverschämte Spiel mit blöden Zufällen und der kaltschnäuzige Humor dürften jenen aufstoßen. Mit diesem Film wurden die Kritiker übrigens erstmals auf Charlize Theron aufmerksam.