David Cronenbergs "Crimes of the Future" erzählt von einer bizarren Zukunft, in der die Menschen unter rasanten evolutionären Veränderungen leiden. In der Hauptrolle: Viggo Mortensen (Bild).

Crimes of the future

KINOSTART: 10.11.2022 • Drama • Canada, France, Greece, United Kingdom (2022) • 107 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Crimes of the Future
Produktionsdatum
2022
Produktionsland
Canada, France, Greece, United Kingdom
Budget
27.000.000 USD
Einspielergebnis
4.400.000 USD
Laufzeit
107 Minuten
Neues vom Meister des Body-Horror
Von Jonas Decker

Da ist ein Mann mit zugenähten Augen, zugenähtem Mund, dafür hat er ein paar zusätzliche Ohren – auf der Stirn, am Hinterkopf, am ganzen Körper, es ist ein groteskes Bild. Sieht so unsere Zukunft aus? Vielleicht, zumindest wenn es nach David Cronenberg geht. Gerade zu Beginn seiner Karriere tobte sich der Kanadier immer wieder spektakulär auf dem Feld des Body-Horror-Genres aus, sein wohl bekanntestes Werk aus jener Zeit ist "Die Fliege" (1986). Nachdem er sich zuletzt vor allem auf Dramen wie "Cosmopolis" (2012) oder "Maps of the Stars" (2014) konzentriert hatte, kehrt er nun mit "Crimes of the Future" zu seinen abgründigen Wurzeln zurück.

"Crimes of the Future", so hieß schon einmal ein Film von Cronenberg, mit dem Frühwerk von 1970 hat das neue Sci-Fi-Drama aber nichts zu tun. Damals ging es um einen Journalisten, der seltsame Frauentode untersuchte, diesmal steht der Performance-Künstler Saul Tenser (Viggo Mortensen) im Vordergrund. Tenser leidet wie viele seiner Mitmenschen in dieser Zukunftsvision unter dem "Accelerated Evolution Syndrome", das rasante und teils äußerst bizarre Veränderungen im menschlichen Körper auslöst.

Wobei das mit dem "Leiden" relativ ist, je nachdem, wie und in welche Richtung die Körper eben mutieren. Und Tenser, der macht eine Show daraus. Seine Assistentin und Partnerin Caprice (Léa Seydoux) hilft ihm dabei, und irgendwann zieht Tensers avantgardistische Kunst auch die Aufmerksamkeit von Timlin (Kristen Stewart) auf sich, einer Ermittlerin der National Organ Registry.

"Crimes of the Future" fantasiert im großen Stil davon, wohin die Evolution uns Menschen irgendwann womöglich bringen wird, und so taucht das Publikum in eine neue Welt ein, die auch ihre ganz eigenen neuen Fetische entwickelt – "Operieren ist der neue Sex", heißt es in einer Szene. Aber was ist es denn nun, das den Menschen im Innersten ausmacht? Diese Frage wird in "Crimes of the Future" ganz neu beantwortet. Nach dem Motto: Wenn man nur tief genug schneidet, findet man irgendwo vielleicht auch den Sinn.

Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Darsteller

Don McKellar
Lesermeinung
Aufstrebendes Jungtalent: Kristen Stewart.
Kristen Stewart
Lesermeinung
Léa Seydoux wurde am 1. Juli 1985 als Tochter von Henri Seydoux und seiner damaligen Frau Valérie Schlumberger in Paris geboren.
Léa Seydoux
Lesermeinung
Von der Kritik stets hoch geschätzt: Viggo Mortensen.
Viggo Mortensen
Lesermeinung

BELIEBTE STARS

Ein viel beschäftigter Kino- und TV-Darsteller: Alexander Beyer
Alexander Beyer
Lesermeinung
Zum Bösewicht geboren? Mads Mikkelsen
Mads Mikkelsen
Lesermeinung
Heather Graham
Lesermeinung
Wird gerne als Bösewicht besetzt: Mark Strong
Mark Strong
Lesermeinung
Ulrike Kriener - die Filme, die Karriere und das Leben der Schauspielerin im Porträt.
Ulrike Kriener
Lesermeinung
Vielfach ausgezeichnete Charakterdarstellerin: Judi Dench.
Judi Dench
Lesermeinung
Jella Haase als Chantal in "Fack ju Göhte".
Jella Haase
Lesermeinung
Elisabeth Lanz im Porträt: Karriere und Leben der österreichischen Schauspielerin.
Elisabeth Lanz
Lesermeinung
Schauspielerin Zoey Deutch.
Zoey Deutch
Lesermeinung
Dylan O'Brien
Lesermeinung
Idris Elba erhielt für seine Darstellung als "Luther" 2012 den Golden Globe.
Idris Elba
Lesermeinung
Erfolgreicher Exportartikel aus Großbritannien: Jude Law.
Jude Law
Lesermeinung
Schauspieler Mark Wahlberg startete als Marky Mark zunächst eine Musik-Karriere.
Mark Wahlberg
Lesermeinung
Begann seine Karriere als Krimineller: Danny Trejo.
Danny Trejo
Lesermeinung