Ethan Hunt (Tom Cruise) trifft auf eine alte Bekannte: die frühere MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson).
Mit "Mission: Impossible - Fallout" übernimmt Tom Cruise zum sechsten Mal seine Paraderolle als Agent Ethan Hunt.

Mission: Impossible - Fallout

KINOSTART: 02.08.2018 • Action • USA (2018) • 148 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Mission: Impossible - Fallout
Produktionsdatum
2018
Produktionsland
USA
Budget
250.000.000 USD
Einspielergebnis
501.912.068 USD
Laufzeit
148 Minuten
Music

Filmkritik

Nie langweilige Spionagesause
Von Christopher Diekhaus

Dass sich Tom Cruise voll und ganz mit seiner Paraderolle des Agenten Ethan Hunt aus der 1996 gestarteten "Mission: Impossible"-Reihe identifiziert, unterstreicht auch der neueste Teil der Geheimdienstsaga. Einmal mehr ließ es sich der mittlerweile 56-jährige Hollywood-Sonnyboy nicht nehmen, einen Großteil seiner Stunteinlagen selbst zu absolvieren. Seinen Mut zum Risiko bezahlte er in einer gewagten Sprungszene mit einem Knöchelbruch, der die Dreharbeiten für mehrere Wochen lahmlegte. Alles in allem hat sich der große Einsatz jedoch gelohnt, da Cruise und Regisseur Christopher McQuarrie – Oscar-prämiert für sein Drehbuch zu "Die üblichen Verdächtigen" – eine adrenalingetränkte, hakenschlagende, nie langweilige Spionagesause vorlegen.

Nach der Wiederbelebung der Impossible Missions Force (IMF) unter Leitung von Alan Hunley (Alec Baldwin) wird der in Belfast ausharrende Ethan Hunt (Tom Cruise) auf eine Terrororganisation namens "Die Apostel" angesetzt. Die will eine waffenfähige Plutoniummenge erwerben und damit die Welt in ihren Grundfesten erschüttern.

Um zu verhindern, dass die von einem gewissen John Lark angeführten Verbrecher in den Besitz des radioaktiven Materials gelangen, reist der Top-Agent mit seinen langjährigen Partnern Benji Dunn (oftmals für humorvolle Töne verantwortlich: Simon Pegg) und Luther Stickell (Ving Rhames) nach Berlin, wo der Kampfstoff verkauft werden soll. Das Treffen mit den Schwarzmarkthändlern endet für Hunt und Co. allerdings in einem Fiasko. Bei einem Schusswechsel wird Luther verletzt. Und im anschließenden Durcheinander verschwindet das Plutonium, was die CIA-Chefin Erica Sloan (Angela Bassett) dazu veranlasst, dem IMF-Team mit August Walker (Henry Cavill) einen undurchschaubaren Aufpasser an die Seite zu stellen.

Spannungsschraube zieht immer weiter an

McQuarrie, der nach dem letzten Hunt-Abenteuer "Mission: Impossible – Rogue Nation" abermals Drehbuch und Regie übernahm, schickt seinen Star durch eine hochtourige, fast nie zur Ruhe kommende Geschichte, die immer wieder unvermittelt ihre Richtung ändert. Auch wenn die Intrigen und die reihentypischen Gummimaskenspiele nicht immer vollends verblüffen können, jongliert der Film zumeist auf gewitzte Weise mit der Erwartungshaltung und der Wahrnehmung des Zuschauers. Gelungen ist schon ein Bluff im Anfangsdrittel, der unverkennbar auf das heute leider allerorten grassierende Fake-News-Phänomen abzielt.

Da im Zentrum der Handlung die Suche nach dem Plutonium steht, muss es nicht verwundern, dass "Mission: Impossible – Fallout" im Showdown das äußerst beliebte Motiv einer tickenden Bombe benutzt. Obwohl diese Entwicklung vorhersehbar ist, gelingt es dem Regisseur, die Spannungsschraube immer weiter anzuziehen, bis dem Publikum nichts anderes übrigbleibt als mitzufiebern. Für einige Lacher könnten jedoch die überkandidelten, nicht sehr realistischen Actionexzesse sorgen, die sich gegen Ende vermehrt aneinanderreihen.

Verglichen mit den irrwitzigen Einlagen des Schlussaktes wirken die Kampf- und Verfolgungssequenzen im restlichen Film geradezu bodenständig, fallen aber dennoch packend aus. Den Puls nach oben treiben nicht nur die halsbrecherische Motorradfahrt durch Paris und die Hatz über die Dächer Londons, bei der sich Cruise den eingangs erwähnten Knöchelbruch zuzog. Fesselnde Unterhaltung bietet auch eine temporeiche, aber wohltuend übersichtlich gefilmte Prügelszene in einem exklusiven Club, in der mit der früheren MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) eine alte Bekannte Hunts die Bühne betritt. Vor allem sie bringt einen ordentlichen Schuss Frauenpower in das Geschehen und darf auf der Zielgeraden das uralte Filmklischee der Heldin in Nöten augenzwinkernd unterlaufen.

Quelle: teleschau – der Mediendienst

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