Sofia Martens, Besitzerin eines großen Architektur-Büros, bittet ihren alten Bekannten Staatsanwalt Scheer um Hilfe: Ihre Assistentin Anett Berger ist verschwunden. Scheer drückt den Fall Charlotte Sänger und Fritz Dellwo aufs Auge, die davon nicht gerade begeistert sind. Eigentlich gehört die Suche nach Vermissten nicht zu ihren Aufgaben. Zunächst gehen sie die Recherche nach der verschwundenen Anett eher widerwillig an, doch zunehmend sind sie auch fasziniert von dieser ganz anderen Welt der Sofia Martens. Von ganz unten hat sie sich hochgearbeitet und eines der bedeutendsten Architektur-Büros aufgebaut. Doch je tiefer die beiden Kommissare in die Welt von Sofia Martens eintauchen, um so mehr Risse zeigen sich in diesem scheinbar so perfekten Leben ...

Ein "Tatort" ohne Leiche? Man mag's kaum glauben, aber lassen Sie sich überraschen. Allerdings wirkt Titus Selges Inszenierung des 16. Frankfurter Falls äußerst angestrengt, aber nicht spannend. Das liegt besonders an dem dialoglastigen Drehbuch von Judith Angerbauer, die für die Episoden "Tatort - Der frühe Abschied" und "Tatort - Das letzte Rennen" schon wesentlich bessere Arbeiten vorgelegt hat. Einer der schwächsten Fälle des hessischen Ermittler-Duos.

Foto: HR/Bettina Müller