Die Ehefrau des ortsansässigen "Spargelkönigs" Martin Pütz wurde erstochen. Und ausgerechnet der Vater von Kommissar Thiel steht jetzt unter Tatverdacht. Oder ist er doch nur beim nächtlichen Spargelklauen erwischt worden? Als Chefermittler greift Thiel erst einmal durch: Seinen alten Herrn schickt er in "U"-Haft. Und auch die Alleingänge von Rechtsmediziner Professor Boerne am Tatort verbittet er sich. Schnell stellt sich heraus, dass es um das Verhältnis der Dorfbewohner zu den Saisonarbeitern des Spargelhofs nicht sonderlich gut bestellt ist. Vor zwei Jahren war die Tochter des Hauses Julia Pütz von einem Unbekannten vergewaltigt worden. Seitdem stehen die polnischen und rumänischen Saisonarbeiter bei den Einheimischen des Vororts von Münster unter Generalverdacht. Jetzt droht der Mord an Julias Mutter das Fass zum Überlaufen zu bringen. Erst recht, als dieselbe DNA von damals auch bei der Toten sichergestellt wird. Besteht zwischen der Vergewaltigung und dem Mord ein Zusammenhang?

Fernseh-Routinier Manfred Stelzer drehte nach "Tatort - Krumme Hunde", "Tatort - Ruhe sanft" "Tatort - Der doppelte Lott" bereits zum vierten Mal mit dem beliebten Ermittler-Duo in Münster. Auch wenn die Wortgefechte der Protagonisten diesmal weniger witzig ausfielen, bietet der Fall spannende und vor allem wieder stark gespielte Unterhaltung. Stelzer verarbeitete erstmals ein Drehbuch von Jürgen Werner ("Masserberg"), der zuvor einige Episoden für die Kölner Ermittler ("Tatort - Verdammt","Tatort - Mit ruhiger Hand", "Tatort - Klassentreffen", "Tatort - Schmale Schultern") geschrieben hatte.

Foto: WDR/Martin Menke