Die Nacht zum 6. Dezember 1791: Gerade ist der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart im Alter von nur 35 Jahren gestorben. Mitten in der Nacht hat Graf Pergen, Wiens Chef der Geheimpolizei, die sieben Menschen um das Sterbebett versammelt, die in den letzten Jahren in enger Beziehung zu Mozart standen: Pergen glaubt nicht an einen natürlichen Tod, der puristische Vertreter der Ordnung wittert überall Verrat, Verschwörung, Hass und Niedertracht. Dass das freiheitsliebende Genie Mozart der Geheimen Loge der Freimaurer angehörte, schürt seinen Verdacht noch mehr ...

Ein hervorragend in Szene gesetzter Mix aus Historiendrama und Krimi von Miroslav Luther, untermalt mit der Musik des weltberühmten Salzburger Komponisten (1756-1791). Ein Jahr nach Milos Formans opulenten Drama "Amadeus" mit dem nervigen Tom Hulce als reichlich alberner Mozart entstanden, ist dies eine originelle wie spannende Annäherung an das Genie, das von dem jungen Max Tidof in seinem Kinodebüt bravourös verkörpert wird. Vielfach in Rückblenden erzählt, führt Luther hier einige fiktive Personen ein, die ebenso wie die historisch belegten Persönlichkeiten von dem hochkarätig besetzten Ensemble glaubhaft mit Leben gefüllt werden.

Foto: BR/OKO Filmproduktion