Der gescheiterte US-Autor Neil lebt in Frankreich mit der schönen Ukrainerin Marina und deren Tochter ein beschauliches Leben. Als die kleine Familie zwei Jahre später in die USA kommen und in Oklahoma eines neues Heim gefunden haben, geht allmählich die Liebe zwischen Neil und Marina verloren. Als er dann noch auf seine alte Liebschaft Jane trifft, lässt er sich auf eine Affäre mit ihr ein. Marina indes fühlt sich zu einem katholische Priester hingezogen. Der wiederum steckt gerade in eines handfesten Glaubenskrise ...

Einmal mehr inszenierte Terrence Malick mit Starbesetzung tranceartige Bilder, die betulich als einschläfernd-breiige Soße vor sich hinplätschern. Nie weiß man, was für eine Geschichte uns der Regisseur hier eigentlich verkaufen will. Hofft man auf einen Umweltskandal, der unerwartet auf die Leinwand geworfen wird, wird man schnell enttäuscht. Denn dieses lose Ende wird ebenso wenig aufgelöst wie der Rest.

Hier beschleicht den Zuschauer das Gefühl, dass Malick den nicht verwerteten Rest aus dem ebenso verquasten Drama "The Tree of Life" noch in irgendeiner Weise verwenden wollte. Malick-Fans hingegen werden lieber von einer Weiterentwicklung seiner Kunst sprechen. Zwischen romanischem Sakralbau und auf der Prärie weidenden Büffeln entspinnt sich ein "assoziatives visuelles Gedicht, immer mit den Akteuren im Fokus und unterlegt von ihren hypnotisierenden Stimmen" (Teleschau). 

Malick, der zuvor nur alle Jubeljahre eine Arbeit abgeliefert hat, dreht nun in wilder Folge. Denn er hat bereits drei weitere Filme in Arbeit, die teilweise sogar schon abgedreht sind.

Foto: StudioCanal