Der Industrielle Klose hat für die Überführung des Mörders seiner Frau eine Kopfprämie ausgesetzt. Außerdem droht er mit dem Rückzug seiner Firmen aus Österreich, falls das Innenministerium nicht alles tut, den Mord zu klären. Die Aufgabe scheint zunächst einfach, denn Georg Hochreiter, deutsche Dauergast in dem Tiroler Bergdorf, hat bereits einige Male unter vier Augen Einheimischen gegenüber behauptet, der Mörder zu sein. Kommissar Moritz Eisner wird entsandt, Hochreiter endlich dingfest zu machen und den Fall abzuschließen. Doch je tiefer Eisner in die dörflichen Verstrickungen eintaucht, umso weiter scheint er sich von der Lösung des Falles zu entfernen ...

Nach "Der Millenniumsmörder" (1999) ist dies der zweite "Tatort", den Regisseur Thomas Roth ("Schnellschuss", "Kreuzfeuer") mit Harald Krassnitzer in Szene setzte. Angesiedelt in dessen Wahlheimat Tirol überzeugen das atnmosphärisch dicht eingefangene Lokalkolorit (obwohl einige Protagonisten mit ihrer Tiroler Mundart nur schwer zu verstehen sind) und die prominente Besetzung. Das Drehbuch des aus Tirol stammenden Dramatikers und Autors Felix Mitterer ("Krambambuli", "Andreas Hofer") baut zwar ein vielschichtiges soziales Beziehungsgeflecht auf, doch dafür bleibt die Spannung weitgehend auf der Strecke. Regisseur Roth, der hierzulande auch mit seinen "Trautmann"-Krimis bekannt wurde, drehte mit Hauptdarsteller Krassnitzer später auch die Fälle "Tatort - Familiensache" und "Tatort - Exitus".

Foto: SWR/ORF/Andreas Fischer