Bauunternehmer Detlef Börner wird nachts im Baucontainer seiner Großbaustelle auf ungewöhnliche Weise getötet: Er wird erst von der Schaufel eines Radladers außer Gefecht gesetzt und dann mit einer blutverdünnenden Injektion seinem Schicksal überlassen. Kurz darauf geschieht in Marbach ein zweiter Mord. Restaurantbetreiberin Sigrun Karrenbrock wird mithilfe eines gestohlenen Geländewagens überfahren und verblutet ebenfalls. Ein Foto und die Mordmethode bringen die Stuttgarter Kommissare Lannert und Bootz darauf, dass die beiden Fälle zusammenhängen. Sie entdecken tatsächlich, dass Börner und Karrenbrock früher ein Paar waren. Der letzte Anruf, den Börner entgegennahm, kam von Michael Joswig, einen ehemaligen Studienkollegen. Er scheint der einzige Überlebende eines Freundeskreises zu sein, der vor vielen Jahren zerbrach. Lannert und Bootz glauben bald, dass das Motiv für die Morde in diesem Freundeskreis zu finden ist, doch Joswig sagt nichts dazu aus ...

Dieser spannende wie gut gespielte Krimi ist das "Tatort"-Debüt des aus Bremen stammenden Regisseurs Nicolai Rohde ("10 Sekunden"), der mit Hautpdarsteller Richy Müller acht Jahre zuvor schon das Psychodrama "Zwischen Nacht und Tag" in Szene setzte. Das Drehbuch stammt einmal mehr von den Krimi-Veteranen Leo P. Ard und Birgit Grosz ("Donna Roma - Tödliche Kunst", "Ein starkes Team - Blutsschwestern"), die hier mit dem "Tatort" erfahrenen Autor Stephan Brüggenthies ("Tatort - Erfroren", "Tatort - Das Mädchen Galina") zusammenarbeiteten. Mit derartigen Fällen gehört die Stuttgarter Ermittler sicher zu den besseren Teams der erfolgreichen Krimireihe!

Foto: SWR/Stephanie Schweigert