Die Hauptkommissare Saalfeld und Keppler (Simone Thomalla und Martin Wuttke, Foto) werden zu einem scheinbaren Selbstmord in einem Seitenkanal der Elster gerufen. Da die Polizeitaucher die Leiche von Carla Schütz nicht finden können, ordnet Eva Saalfeld eine ausgeweitete Suchaktion an. Sie sieht Anzeichen für ein Gewaltverbrechen - im Gegensatz zu Keppler. Als er darüber informiert wird, dass ein Mann tot und gefesselt in seiner Badewanne aufgefunden wurde, hält ihn an diesem "Tatort" nichts mehr. Die Kommissare ermitteln ab sofort auf getrennten Wegen ...

"Tatort"-Routinier Buddy Giovinazzo ("", "Das Ende des Schweigens", "Tatort - Platt gemacht") drehte diesen relativ harten wie gut besetzten Fall um das Leipziger Duo, das hier gleich zu Beginn einen recht nervigen Ermittler-Krieg entfacht. Dagegen hätte das Autorenteam Clemens Schönborn ("Der Letzte macht das Licht aus!", "Fräulein Phyllis") und Meike Hauck ("Pingpong") aus dem Sujet Internet-Flirt- bzw. -Bekanntschaften noch deutlich mehr herausholen können. So bleibt dies ein routiniert inszenierter, zum Ende spannender Leipziger Fall, in dem neben Wuttke besonders die Nebendarsteller mit ihrem nuancierten Spiel auffallen.

Foto: MDR/Saxonia Media/Junghans