Schimanski (Götz George, Foto, r.) sucht eine halbe Million Mark. Die wurde bei einem brutalen Überfall gestohlen. Das Geld sind Spenden für Arbeiter, die mit einer Betriebsbesetzung die Schließung ihres Werks verhindern wollen. Kurz danach wird einer von ihnen, der Gewerkschaftsfunktionär Broegger, ermordet. Die Atmosphäre in Duisburg ist aufgeheizt, Spekulationen machen sich breit. Schimanski weiß, dass schnellste Aufklärung des Falles vonnöten ist. Aber ausgerechnet jetzt hat ihn sein Freund und Kollege Thanner verlassen; er ist nach Bonn gegangen, zu einer Nebenstelle des Bundeskriminalamtes. Schimanski holt sich deshalb Jo Wilms, einen jungen Kollegen aus dem Raubdezernat, zur Unterstützung. Wilms, selbst aus einer Arbeiterfamilie stammend und mit jenen, die auf so ungeheuerliche Weise betrogen worden sind, persönlich bekannt, stürzt sich mit Feuereifer in die Arbeit ...

Regisseurin Karin Hercher setzte diesen Fall, ihre erste und einzige "Tatort"-Arbeit, nach dem Buch des Autorenduos Axel Götz und Thomas Wesskamp in Szene, die auch die Vorlagen für die Duisburger Episoden "Tatort - Der Fall Schimanski" und "Tatort - Moltke" lieferten. Der Duisburger Hau-Drauf-Ermittler muss hier zunächst auf seinen Kollegen Thanner alias Eberhard Feik verzichten, den höhere Aufgaben nach Bonn ziehen lassen. Doch was wäre dieser kultige Euhrpott-Krimi ohne Feik? Also kehrt der schon nach kurzer Zeit wieder zurück - und hilft bei der Auflösung dieser msyteriösen Falls. Die Musik stammt von dem viel zu früh verstorbenen Rio Reiser. Mit dabei: die späteren "Tatort"-Kommissare Sabine Postel und Miroslav Nemec.

Foto: WDR/Klaus Primke