Bauboom in Berlin: Auf der größten innerstädtischen Baustelle der Welt am Potsdamer Platz wird ein neues Stadtzentrum aus dem Boden gestampft. Bauinvestoren und Immobilienhaie haben Hochkonjunktur. Auch Hauptkommissar Ernst Roiter will vom allgemeinen Bauboom profitieren und legt - von Hause aus vermögend - Geld in einer Immobilie an. Er hat das Angebot seines Tennispartners, des Berliner Kaufhausbesitzers Lothar Studick, angenommen und ist zusammen mit drei weiteren Investoren zu einem geringen Prozentsatz in die millionenschwere Modernisierung eines alten Ostberliner Kaufhauses eingestiegen. Dieses hatte Lothar Studick als ehemaliges Stammhaus seiner Familie als einziger Erbe nach der Wende zurückerhalten. Ein Gesellschaftervertrag regelt Modalitäten und Eigentums-verhältnisse am gemeinsamen Bauprojekt. Demnach hält Studick 95 Prozent der Anteile, die vier anderen Investoren, darunter auch Roiter, begnügen sich mit einer schönen Steuerabschreibung. Nach dem Richtfest wird Studick in seiner Villa ermordet aufgefunden. Als Zorowski im Rahmen der Ermittlungen auf den Gesellschaftervertrag des Bauprojektes stößt, kommt Roiter schwer in die Bredouille. Eine Klausel des Vertrages besagt, dass, falls einer der Gesellschafter ohne Erben verstirbt, dessen Anteile auf die restlichen Eigner verteilt werden. Studick hatte niemanden, keine Ehefrau, keine Kinder... Als Mitgesellschafter und Erbe profitiert Roiter vom Tod Studicks. Er wird deshalb wegen Befangenheit vom Dienst suspendiert und gehört zum Kreis der Tatverdächtigen. Roiter will seine Unschuld beweisen, doch er und Zorowski tappen zunächst im Dunkeln. Zu Hilfe kommt ihnen der ballistische Befund von Patronenhülsen einer überaus seltenen Munition, die bei zwei Mordopfern, die kurz vor Studick getötet worden waren, gefunden wurden. Die Indizien häufen sich, dass Studick zu den beiden anderen Opfern in Beziehung gestanden haben muss. Wie hängen die drei Morde zusammen? Und offensichtlich steht bereits ein viertes Opfer auf der Abschussliste des Mörders ...