Eher zufällig gerät Wilsberg an seinen neuen Fall: Seine alte Schulkameradin Lea Sonnenborn, die ihm vor dem Polizeipräsidium über den Weg läuft, vermisst ihren 18-jährigen Sohn Marc. Wilsberg macht sich auf die Suche nach ihm und stößt bei einem illegalen Autorennen auf die Leiche des jungen Mannes. Während Wilsberg ermittelt, versucht Ekki Talkötter in der Schule des Erschossenen den Gymnasial-Schülern den Beruf des Finanzbeamten schmackhaft zu machen. Bei dieser Gelegenheit kann er sich bei den Mitschülern des Ermordeten umhören und findet heraus, dass nicht alle gut auf den Schüler zu sprechen waren. Der vermeintliche Musterknabe Marc hatte ziemlich viel Dreck am Stecken - und so mancher aus seinem Umfeld ein Mordmotiv ...

Wilsberg-Routinier Hans-Günter Bücking ("Wilsberg - Frischfleisch") inszenierte nach der Vorlage von Martin Eigler, seines Zeichens ebenfalls Krimi-Regisseur ("Tatort - Gefährliches Schweigen, "Solo für Schwarz - Tod im See"), einen kritischen Krimi zu einem weitestgehend totgeschwiegenem Thema: Lehrer, die ihre Funktion als Autoritätsperson verloren haben. Aber auch das Thema Cyber-Mobbing mittels sozialer Netzwerke findet seinen Platz und der Zuschauer muss feststellen, dass "sozial" nicht immer sozial bedeutet.

Foto: ZDF/Thomas Kost