Maulheld oder Mörder? Für Kommissar Max Ballauf ist der Fall klar: Der Mann im Radio will sich nur wichtig machen. In der bekannten Nighttalk-Sendung von Melissa Morgenstern brüstet sich ein anonymer Anrufer damit, den Polizisten Martin Krauss erschossen zu haben. Einfach so! Und er werde wohl wieder morden. Diese Story sorgt natürlich für Schlagzeilen. Doch Max Ballauf und Freddy Schenk verfolgen eine andere Spur im Fall ihres ermordeten Kollegen: Krauss war ein gebrochener Mann. Nach der Affäre mit einer Kollegin hatte seine Frau ihn mitsamt der Kinder verlassen. Seitdem griff er immer öfter zur Flasche. Und wie sich herausstellt, war er hoch verschuldet. Bei den Befragungen verstricken sich seine Freundin Rita Anspann und sein Box-Trainingspartner Hakan Simsek in Widersprüche. War Krauss an illegalen Wettgeschäften beteiligt? Derweil taucht beim Radiosender ein anonymes Schreiben an Melissa mit dem Schlüssel für ein Bahnhofsschließfach auf. Nur wenig später wissen Ballauf und Schenk, der Anrufer hatte nicht geblufft. Im Schließfach finden sie den versprochenen Beweis: Die Tatwaffe ...

Regisseur Torsten C. Fischer drehte diesen eher durchschnittlichen Fall des Kölner Ermittler-Duos, mit dem er 2005 schon die Episode "Tatort - Minenspiel" realisierte, nach dem Drehbuch von Stefan Cantz und Jan Hinter. Die Autoren, die für Bär und Behrendt schon die Fälle "Pechmarie" (2006) und "Schlaf, Kindchen, schlaf" (2002) schrieben, gelten als Hausschreiber des Münsteraner Duos Jan Josef Liefers und Axel Prahl, für das sie die Episoden "Tatort - Ruhe sanft", "Tatort - Der doppelte Lott", "Tatort - Der Frauenflüsterer", "Tatort - Dreimal schwarzer Kater" sowie "Tatort - Der dunkle Fleck" verfassten. Mit "Nachtgeflüster" feierte das Ermittlerduo Bär/Behrendt übrigens sein zehnjähriges "Dienstjubiläum".

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